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Donnerstag, 17. Oktober 2019

Segeltörn Kroatien

der Bootssportgruppe des Stadtfeuerwehrverbandes

Skipper: Ralf Westhölter, Oliver Bischoff, Uwe Enderle (alle FW 9) und Dennis Westhölter (Brandmeisteranwärter)

Um es gleich vorweg zu nehmen ……...es ist kein Unglück passiert, alle sind (kleinere körperliche Schäden außer Acht gelassen) wohlbehalten wieder nach Hause zurückgekehrt – und das obwohl erstmalig Frauen mit an Bord waren, die ja laut alter Seemannsüberlieferung Unglück bringen sollen. 

Somit aber der revolutionären Veränderungen genug!! Alles andere blieb beim Alten. 

Wie also jedes Jahr machten sich 26 Segler der Bootssportgruppe des Stadtfeuerwehrverbandes auf den Weg um eine schöne Segelwoche (21.09.2019 – 28.09.2019) zu erleben – und die sollte es wirklich werden. 

Diesmal ging es per Flugzeug nach Split um dort um die vorgelagerten Inseln zu segeln. Auf 4 Schiffe verteilt ging es am Sonntag bei Sonnenschein und gutem Wind von Split zur Insel Hvar in die Bucht Garska. Da nicht alle schon über Segelerfahrung verfügten war es ein optimaler Tag zum eingewöhnen. 

Am 2. Tag hatte Neptun dann seine helle Freude daran mit uns Achterbahn zu fahren und schickte uns zu mäßigem Wind starke Wellen, so dass leider einige Totalausfälle zu verzeichnen waren. Mit Rücksicht auf die derangierten Segler, unter Berücksichtigung des Windes und auch weil die Planung der Skipper an diesem Tag nicht so ganz ausging „Navigation ist wenn man trotzdem ankommt“ ;-) wurde das Ziel kurzfristig geändert und wir landeten in der sehr schönen und vor allem ruhigen (!!!) Bucht Brna auf der Insel Korcula. Die Totalausfälle berappelten sich dort schnell wieder und die Opfergaben die an diesem Tag ans Meer abgegeben wurden beruhigten Neptun bis zum Ende des Törns. 

Am nächsten Tag segelten wir zur anderen Inselseite zum Ort Korcula. Dort war leider nur noch für ein Schiff Platz in der Marina, die „Trödler“ mussten leider in der Bucht Uvala Luka in der Nähe ankern. Man erzählt sich, dass es im Dunklen kleine Schlauchboote gab, die aus der Bucht nach Korcula unterwegs waren und deren Insassen bewaffnet mit Handtuch, Duschgel und Duschbier die Duschen der Marina enterten. 

Der nächste Tag war leider durch wenig Wind gekennzeichnet, so dass wir nur unter Motor aber bei herrlichstem Sonnenschein gemächlich zur Insel Palmizana in die dortige Marina schipperten. Abwechslung brachten auf dieser Fahrt nur die „Angriffe“  mit Wasserbomben, die mit Schleudern von 2 Schiffen abgefeuert wurden. 

Schon mal die Warnung – nächstes Jahr sind auch die diesjährigen Pazifisten gut vorbereitet!!! 

Am 5. Segeltag ging es teils mit Motor und teils unter Segel von Palmizana zur Insel Solta in die Bucht Necujam. Da genug Zeit war, legten wir einen Zwischenstopp in der Bucht Osibova (Insel Brac) ein. Die Buchten der kroatischen Inseln sind wirklich wunderschön, mit glasklarem Wasser. Es wurde getaucht, geplanscht, geschwommen, gesprungen, gelacht und gesungen und manch einer wollte aus dem Nixen-Schwimmreifen gar nicht mehr raus. Da es unser letzter Abend auf dem Meer war, musste dies natürlich entsprechend gefeiert werden und wir können jetzt aus Erfahrung sagen, dass man auch mit 26 Personen auf einem Schiff ordentlich feiern kann. 

Da Split schon in Sichtweite lag, haben wir den letzten Segeltag gemütlich mit ausgiebigem baden in der Bucht starten lassen. Manch einer hat sich beim dümpeln im Wasser an diesem letzten Tag noch einen Sonnenbrand eingefangen. Zurück in Split musste gepackt und die Schiffe abgenommen werden. Nach einigen Startschwierigkeiten (es ist nicht immer einfach 26 Personen unter einen Hut zu bekommen und auch für diese Menge an Menschen einen Tisch im Restaurant zu bekommen) kam es doch noch zu einem gemeinsamen Abendessen in der Altstadt von Split. Diese ist sehr malerisch – und zu unserer Verwunderung auch in der Nachsaison noch sehr gut besucht. Leider blieb für einen ausgiebigen Bummel keine Zeit, da die Nacht am nächsten Morgen schon um 4.30 Uhr zu Ende war und der Abend deshalb doch relativ früh endete. Ehrlicherweise muss man auch sagen, dass nach einer Woche mit wenig Schlaf, viel frischer Luft und doch dem ein oder anderen alkoholischem Getränk der Akku bei allen leer war. Stop - bei allen? Nein! Einen mit Kondition gab es, der es sich nicht nehmen ließ Split noch ausgiebig zu erkunden und die Nacht opferte für die Verbesserung der deutsch-kroatischen Beziehungen.

Insgesamt legten wir mit den Schiffen an den 6 Tagen eine Strecke von 167 Seemeilen (= ca. 309 km) zurück. Und außer die Seemeilen am 2. Tag haben wir jede einzelne davon sehr genossen - so sehr, dass der nächste Törn schon in Planung ist.

Immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel!